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Wie die kleinen „Entchen schwimmen lernen“

Kinderland - Foto: Veranstalter

Suhl. Morgens um zehn in der „Entchengruppe“: Zusammen mit Ramona Wohlrab und Kati Czauderna spielen die Jüngsten der Kita „Kinderland“ mit kleinen Autos, machen lustige Fingerspiele und schaufeln am Mini-Sandkasten kleine Berge auf.

Die ein- bis anderthalbjährigen Krippenkinder, die „Entchen“ der Kita in Suhl-Mitte, freuen sich ganz doll über die lustigen Figuren, die bei den Fingerspielen entstehen – und sind dann auch wieder total vertieft, wenn sie den Sand durch ihre kleinen Händchen rieseln lassen.
Ramona Wohlrab, der Kindergärtnerin mit Leib und Seele, geht in solchen Momenten das Herz auf. „Es ist einfach herrlich zu sehen, wie schön die Kinder spielen und sich hier rundum wohl und geborgen fühlen.“
Dass ihre kleinen Lieblinge in der elternlosen Zeit in der Kita bestens betreut werden und viele schöne Sachen erleben, ist natürlich auch für die Eltern gut zu wissen – und ein beruhigendes Gefühl, um die tägliche Arbeit gut meistern zu können.

Aus ihrer langen Berufserfahrung kennen Ramona Wohlrab und ihre Kolleginnen natürlich auch die für Kinder und Eltern manchmal nicht leichten Momente, wenn es ans morgendliche Verabschieden geht. Manches Kind flitzt schwuppdiwupp in seine Gruppe und spielt. Bei anderen braucht‘s ein bisschen länger, um sich von Mama oder Papa zu verabschieden. Und manchmal fließen sogar ein paar Tränchen…
Damit die neuen Krippenkinder sich gleich vom ersten Tag an in der neuen Umgebung und in den beiden „Entchengruppen“ gut aufgenommen fühlen, wird ein spezielles Willkommensprogramm praktiziert. Die zumeist zweiwöchige individuelle Eingewöhnungsphase für jedes neue Krippenkind soll dazu beitragen, dass die kleinen „Entchen“ – bildlich gesehen – hier ganz allmählich und behutsam „schwimmen lernen“ … und das morgendliche Abschiednehmen jeden Tag ein bisschen leichter fällt.

In Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell haben Kita-Leiterin Christina Kohl und Ramona Wohlrab vor sechs Jahren das auf ihr Haus zugeschnittene Konzept erarbeitet. „Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Kita ist für kleine Kinder eine große Herausforderung. Sie müssen sich an eine neue Umgebung anpassen, zu bis dato fremden Personen Beziehungen auf-bauen und sich an eine täglich mehrstündige Trennung von den Eltern gewöhnen. Deshalb ist eine schrittweise Gestaltung der Eingewöhnung so wichtig“, sagt Ramona Wohlrab.
Für alle Neuankömmlinge ist sie im „Kinderland“ die erste Bezugsperson. Im Team wird sie deshalb auch liebevoll die „Mutterglucke“ genannt. Die Eingewöhnungsphase startet mit einer individuellen Spiel-stunde für jedes neue Krippenkind und seine Eltern. In den nächsten 2 bis 3 Tagen geht’s erstmals in die „Entchengruppe“. Mama oder Papa bleiben in der 1 Stunde als „sicherer Hafen“ mit dabei. In den Folgetagen verlassen sie für eine gewisse Zeit den Raum und verabschieden sich dabei auch von ihren Kindern. Für den weiteren Ablauf der Eingewöhnung sind dies besonders wichtige Momente. In der zweiten Woche werden die Trennungszeiten dann nach und nach verlängert und die Kinder nehmen auch schon an den Mahlzeiten, der Beschäftigung und dem Mittagsschlaf teil.

Dieses wohl dosierte Willkommensritual hat sich gut bewährt. „Auch die Eltern, mit denen wir eng zusammenwirken, geben uns ein positives Feedback“, freut sich Ramona Wohlrab. Schließlich „vertrauen sie uns für viele Stunden ihr Liebstes an, was sie haben“.

BILDTEXT:
Die Kuschelecke in der „Entchengruppe“ ist bei den Kindern und Ramona Wohlrab sehr beliebt.

Foto: Norbert Seidel

Von StS am 16. März 2017 um 06:02
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